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Zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik

Verantwortlicher Autor: Kurt Lehberger Frankfurt am Main, 26.06.2024, 16:39 Uhr
Presse-Ressort von: Kurt Lehberger Bericht 4927x gelesen
Reisfeld
Reisfeld  Bild: Kurt Lehberger

Frankfurt am Main [ENA] Kompass 2024 - der Bericht zur deutschen Entwicklungspolitik ist erschienen. Erfolgreiche globale Zusammenarbeit verlangt eine stabile Finanzierung statt Kürzungen. Welthungerhilfe und terre des hommes fordern die Bundesregierung auf, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit nicht zu kürzen.

Die Zahl der akut von Hunger betroffenen Menschen nimmt seit 2016 kontinuierlich zu. Rund 280 Millionen Menschen sind betroffen, darunter viele Kinder und Jugendliche. »Wenn die derzeitige Finanzplanung von Bundesfinanzminister Christian Lindner umgesetzt würde, sinkt die Finanzierung 2025 um weitere etwa 1,6 Milliarden Euro. Das wäre insgesamt ein Rückgang von rund 25 Prozent innerhalb einer Legislaturperiode«, erklärt Joshua Hofert, Vorstand Kommunikation von terre des hommes. Die Situation auf dem afrikanischen Kontinent, in Sudan, Somalia oder Burkina Faso ist sehr schwierig. Die Menschen leiden an Hunger und es mangelt ihnen an Sicherheit und Gesundheitsversorgung. Bildungs- und Ausbildungsprogramme für Kinder sollen reduziert werden.

Die notwendigen Anpassungsprogramme gegen die Folgen des Klimawandels in der Sahelzone drohen, drastisch gekürzt zu werden. Die Afrikapolitik der Bundesregierung vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen auf dem Kontinent brauchen eine gesicherte Finanzierung. Investitionen in die Landwirtschaft sollten ein Schlüssel zur Sicherung der Versorgung mit Lebensmittel der afrikanischen Länder sein. Die Bundesregierung sollte den Dialog mit den Regierungen in Afrika auf Augenhöhe führen und die Unterstützungsleistungen mit den bestehenden Konzepten und der Afrikanischen Union abstimmen. Ernährungssicherung und die Stärkung der ländlichen Räume müssen Priorität erhalten.

„Die Haushaltskürzungen des BMZ in diesem Bereich von mehr als 30 Prozent schon im Jahr 2023 sind kurzsichtig und senden das falsche Signal, um den Hunger abzuschaffen“, betont Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. Der »Kompass 2024« ist der kritische Bericht über die deutsche Entwicklungspolitik. Der Prüfbericht wird von terre des hommes und Welthungerhilfe seit 1993 herausgeben.

Die entwicklungspolitische Kinderrechtsorganisation terre des hommes engagiert sich seit über 50 Jahren für Kinder in Not. terre des hommes stoppt Gewalt gegen Kinder, schützt sie vor Sklaverei, Ausbeutung und Missbrauch und setzt sich dafür ein, dass Kinder in einer gesunden Umwelt aufwachsen können, die auch zukünftigen Generationen Lebenschancen bietet. Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Den »Kompass 2024 – Zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik« finden Sie hier https://bit.ly/3XzL545

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